Features im Radio

Features

Montag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Geschichte der Schule Elitenbildung - Volksbildung Jugendbewegungen in der Weimarer Republik Romantik und Rebellion Das Kalenderblatt 27.6.1971 Polizeiruf 110 startet Von Thomas Grasberger . Die Geschichte der Schule - Elitenbildung - Volksbildung Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Irene Schuck Schule hat viel geleistet - die flächendeckende Alphabetisierung zum Beispiel. Sie hat aber auch viel verbrochen - die Leidensgeschichten von Schülern und Lehrern füllen Bände. Lange Zeit ein Privileg für die Eliten, erreichte die Schule immer breitere Kreise und ist in modernen komplexen Industriegesellschaften für alle da. Antike und Christentum, Naturwissenschaft und Technik bis hin zur Digitalisierung haben unsere Bildungsvorstellungen geformt. Alle gesellschaftlichen Veränderungen und Konflikte haben sie verändert und geprägt und die Schule zu dem gemacht, was sie bis heute ist - ein spannender und spannungsgeladener Erfahrungsraum, der von den Anforderungen und Widersprüchen erzählt, denen Menschen als Kulturwesen unterworfen sind. Erstsendung 11. November 2019 Die Jugendbewegungen in der Weimarer Republik - zwischen Romantik und Rebellion Autor: Markus Mähner / Regie: Frank Halbach Jugendbewegungen - heute löst der Begriff gerne kontroverse Assoziationen aus: von nackten Blumenkindern bis hin zu reaktionären paramilitärischen Vereinigungen. Aber auch Pfadfinder kommen einem in den Sinn - mit ihrem Paradetrio Tick, Trick und Track. Doch als all jene Gruppierungen Anfang des 20. Jahrhunderts, die heute unter den Oberbegriff "Jugendbewegung" fallen, entstanden, hatten sie alle letztlich nur einen gemeinsamen Wunsch: etwas anders zu machen als die Elterngeneration. Dem militärischem Gehorsam des Kaiserreichs und dem bedingungslosen Glauben an Technik und Industrialisierung setzen sie die Werte Eigenverantwortlichkeit, innere Wahrhaftigkeit und Rückbesinnung auf die Natur entgegen. Doch diese Werte wurden sehr unterschiedlich umgesetzt - und am Ende der Weimarer Republik politisch missbraucht. Erstsendung 9. November 2015 Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 10:04 Uhr WDR5

Neugier genügt

Mit Achim Schmitz-Forte Feature: Floriade - grüne Ideen für Mega-Cities; Redezeit mit Prof. Dr. Silke Kipper, Biologin, Thema: Die Nachtigall Gedicht: Zwischen Bergen im Sonnenschein von Arno Holz zur vollen Stunde WDR aktuell

Montag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Architektur und Zirkularität Mehr als nur Recycling Raum für das Wesentliche Minimalismus als Lebensstil Das Kalenderblatt 27.6.1971 Polizeiruf 110 startet Von Thomas Grasberger . Architektur und Zirkularität - mehr als nur Recycling Autor: Moritz Holfelder / Regie: Sabine Kienhöfer Im Herbst 2021 starten die Hochschule Augsburg und der Freistaat Bayern ein so reizvolles wie zukunftsweisendes Pilotprojekt: Studierende der dänischen Architektin Mikala Holme Samsøe, Professorin für Entwerfen und Gestalten, fangen an, alle Bauteile der Alten Stadtbücherei Augsburg zu erfassen. Der Abbruch des Gebäudes steht an. Er soll so ressourcenschonend wie möglich vor sich gehen. Möglichst nichts darf auf dem Müll landen. Nach der Registrierung werden die Teile auf einem digitalen Marktplatz für zirkuläre Baustoffe zum Verkauf angeboten. Die Studentinnen und Studenten versuchen zudem, aus verbauten Elementen wie Türen, Fenstern und Steinen ein neues Gebäude zu konstruieren. "Wir entwerfen das Vorhandene" - so beschreibt Prof. Mikala Holme Samsøe das Paradox, aus alten Teilen etwas Neues entstehen zu lassen. Die Auswirkungen des Klimawandels samt Erderwärmung und Extremwetterereignissen befördern radikale Umwälzungen in der Architektur. Alle sind sich einig, dass das klimaneutrale Bauen innerhalb der nächsten zwei Dekaden umgesetzt werden muss - denn die Bauwirtschaft gehört zu jenen Industriezweigen, die weltweit am meisten Energie verbrauchen. Neben der Effizienz von Bautechniken gewinnt die Zirkularität (Kreislaufwirtschaft) mehr und mehr an Bedeutung. Raum für das Wesentliche - Minimalismus als Lebensstil AutorIn: Maike Brzoska / Regie: Frank Halbach Minimalisten haben sich einem einfachen Lebensstil verschrieben. Sie wollen mit möglichst wenig Besitz auskommen. Deswegen sortieren sie Dinge aus, die sie nicht unbedingt brauchen und ersetzen Bücher- und CD-Regale durch ein Tablet, auf dem sie lesen und Musik hören können. Die digitalen Medien machen es heute einfacher, auf physischen Besitz zu verzichten. Das Ausmisten wird nicht selten in Internetcommunities zelebriert. Es gibt zum Beispiel Blogs, die die "100 Things Challenge" ausgerufen haben - Ziel ist es, nur noch 100 Dinge zu besitzen. Der Konsumverzicht ist für Minimalisten aber nur Mittel zum Zweck. Viele berichten, dass sie Zeit für das Wesentliche haben wollen, für Familie und Freunde etwa. Häufig spielt auch der ökologische Aspekt eine Rolle. Minimalisten wollen die Umwelt nicht durch ihren Konsum schädigen. Sie gehen deshalb in Repair-Cafés statt neu zu kaufen. Oder stellen Produkte selbst her, zum Beispiel Zahnpasta. Konsumverzicht ist aber kein gänzlich neues Phänomen. Im Gegenteil, in der Überflussgesellschaft hat es immer gegenläufige Trends gegeben. Die Vorreiter heißen "Voluntary Simplicity" oder "Small is beautiful". Was ist das Neue am Minimalismus? Und kann er unsere Gesellschaft dauerhaft verändern? Erstsendung: 26. Oktober 2017 Moderation: Thies Marsen Redaktion: Nicole Ruchlak

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Was der Beruf aus uns macht Über die Folgen der Déformation Professionelle Von Heiner Kiesel Die Arbeit verändert uns stärker, als den meisten von uns bewusst ist. Das hat Folgen fürs Privatleben. Was passiert, wenn wir immer im Dienst sind? Etwas gut zu können ist schön und praktisch. Doch es kann zu einem Tunnelblick führen, wenn man glaubt, die Fertigkeiten aus seinem beruflichen Alltag auch überall sonst anwenden zu können. Im besten Fall klappt das, es kann aber auch ziemlich daneben laufen. Die Polizistin, die überall Verdächtige sieht, die Schreinerin, die jede schiefe Schranktür geradestellt, der Therapeut, der um sich herum nur Macken wahrnimmt. Die Folgen der Persönlichkeitsformung durch den Beruf werden auch gesellschaftlich problematisch - dann, wenn die Entscheider nicht von ihren erlernten Gewohnheiten und Lösungsansätzen lassen können.

Sonntag Dienstag